Von Kunden für Kunden - Bericht von Carina &  huskyrüde Yuri

Ich möchte gerne meine Erfahrung mit Catrin von „Glückliche Hundepfoten Achtsames HundMensch Coaching“ mitteilen. Mir ist wichtig allen Hundebesitzern verhaltensorigineller Hunde „Mut“ zu machen einen anderen Weg einzuschlagen und für sich und ihren Hund Verantwortung zu übernehmen und die vorgeschlagenen Methoden der Trainer zu hinterfragen, ob diese denn auch die richtigen für mich und meinen Hund ist.
Denn es ist nicht einfach zu einem Trainer „NEIN, das will ich für meinen Hund nicht“ zu sagen – aber es ist enorm wichtig. Danke Catrin, für die bisherigen 3 Monate kostenlose Beratung sowohl persönlich als auch per Whats app oder Telefon, die uns und vorallem mich, enorm weiterentwickelt haben!
Ich selbst habe einen Husky der im Ausland auf der Straße gelebt hat. Yuri, unkastriert, kam mit ca. 2 Jahren zu mir. Über seine Vorgeschichte ist nichts bekannt. Yuri wurde im Tierheim-Shelter isoliert gehalten, da er (angeblich) unverträglich mit Hunden ist. Auch wurde er schon öfter gebissen sowohl im Ausland als auch nach seiner Ankunft in Deutschland. Beim Arztbesuch wurde festgestellt, dass er unter Leishmaniose leidet und sein Leben lang auf Medikamente angewiesen sein wird. 
Um ihn möglichst schnell an das Leben in Deutschland zu gewöhnen ging ich mit ihm, wie man es als „guter Hundebesitzer“ eben macht, in diverse Hundeschulen. Divers deshalb, weil ich mich in keiner wirklich ernst genommen gefühlt habe und Yuris Verhalten schlechter anstatt besser wurde. 
Wenn ich über Yuris Verhalten spreche meine ich u.a.:
- Leinenaggression (spring in die Leine und pöbelt andere Hunde an) - Reagiert dann gar nicht mehr auf mich – ist nicht mehr ansprechbar - Springt auch Autos, Traktoren, Fahrradfahrer und Jogger an - Zieht an der Leine - Beissvorfälle (bedingt durch freilaufende Hunde die zu Yuri kamen, der angeleint war) - Trennungsängste (heißt er kann schlecht allein sein) - Schlechte Impulskontrolle ( Er reagiert erst und denk nicht nach)
Während meiner Hundeschulenodyssee wurden mir die unterschiedlichsten Methoden gezeigt und ans Herz gelegt. Das heißt: Yuri wurde von einem Hundetrainer bei der ersten Begegnung als „dominant“ eingestuft und in der Hundegruppe, in Anwesenheit von 8 anderen Hunden, mit dem sogenannten Alphawurf unterworfen. Die Erklärungen des Trainers hinsichtlich der Methode und ihrer Auswirkungen haben schlüssig geklungen. Allerdings wurde ich eines Besseren belehrt – Yuris Verhalten verschlimmerte sich anstatt dass es besser wurde und seine „Aggression“ richtete sich nun auch gegen den Trainer.
In einer anderen Schule wurde ich, beim dritten Besuch, mit den Worten „kann er das denn immer noch nicht“ begrüßt was natürlich nicht grade motivierend für mich war.
Ein weiterer Trainer bearbeitet Yuri mit einer Wurfkette - es wurde mir ein Sprühalsband oder ein Stachelhalsband ans Herz gelegt um Yuri in die Spur zu bekommen. Auch jegliche Kontaktaufnahmen seitens Yuri zu mir sollte ich komplett unterbinden denn ich bin der Rudelboss und bestimmte, wann es Kontakt geben darf und wann nicht. Im Grunde musste ich mich verstellen und die „harte Frau“ geben nur um meinem Hund gerecht zu werden. Wenn ich ehrlich bin hatte ich mir das Zusammenleben mit einem Hund anders vorgestellt.
Ein Tierarzt riet mir dazu, mit Yuri mehrere Stunden am Tag Gassi zu gehen weil das seinem Wesen („Huskys brauchen viiiel Bewegung“) entspräche und so rannte ich teilweise 3 h durch Wald und Wiese Gassi. Es war tatsächlich auch kein entspanntes Gehen es war ein „durch den Wald hetzen“ - um dem Hund gerecht zu werden.
Ziemlich verzweifelt spielte ich mit dem Gedanken mich von Yuri wieder zu trennen. Durch Zufall sprach ich mit einer Freundin über das Thema die mir Catrin empfahl. Da Catrin selbst 6 Schlittenhunde hatte hoffte ich, dass sie mir mit ihrer Erfahrung im Hinblick auf die Rasse weiterhelfen kann. Zudem ist Catrin Hundepsychologin, hundepsychologischer Hundetrainer und Stresscoach für Hunde. Ein Versuch war es also wert.
Unser Erstkontakt (ein Telefonat) dauerte über eine Stunde die schon sehr informativ für mich war. So freute ich mich auf das erste Treffen. Dieses Treffen fand, an einem Freitag Mittag, auf der Pegnitzwiese in Lauf statt.  Während wir relativ ungezwungen über die Wiese liefen (Yuri an der Schlepp) erklärte ich Catrin meine Probleme und Bedenken im Hinblick auf Yuri. Catrin beobachtete mich und Yuri zunächst neutral um einen Gesamteindruck zu bekommen.
Sie gab mir dann ein ziemlich interessantes Feedback:
- Ich scanne permanent die Gegend nach anderen Hunden ab und gehe eigentlich gar nicht mit meinem Hund Gassi vor lauter Stress, einen anderen Hund zu übersehen - Es kommt zu keinerlei Interaktion zwischen mir und Yuri – jeder geht seines Weges Sollte er in meine Richtung blicken und den Kontakt suchen (was er teilweise tat aber wahrscheinlich schon halb aufgegeben hatte) bekam ich das nicht mit - Ich lasse Yuri zu sehr in die Begegnung mit anderen Hunden hineinsteigern (heißt er sieht einen anderen Hund und ich hole ihn nicht aus der Situation) - Yuri lässt sich relativ einfach über „schau mal“ ablenken auch, wenn andere Hunde da sind - Ich muss mehr Vertrauen zu Yuri und in mich haben - Yuri ist ein „ganz normaler“ Hund der keineswegs Starkzwangmittel nötig hat - Eine ganz normale, leise Stimme reicht denn mein Hund ist nicht schwerhörig - Schlechter Stress macht auf Dauer krank und das ist grade bei einem Leishmaniosehund kontraproduktiv
Zudem erklärte mir Catrin oberflächlich, warum Yuri so reagiert wie er reagiert. Da kamen die 4Fs ins Spiel und die Eskalationsstufen. Auch von unterschiedlichen Lerntheorien wurde gesprochen usw. Catrin schaffte es, mich nicht mit zu viel Informationen zu überfordern und mir dennoch den Einblick und das Verständnis zu geben das ich brauchte um meine Sichtweise in Hinblick auf Yuri zu ändern. 
Was mir bisher nämlich niemand erklärte:
Dominanz ist situation- und zeitabhängig und keine Eigenschaft. Das heißt Yuri ist nicht pauschal dominant sondern maximal in einer Begegnung mit einem anderen Individuum. Das bedeutet, dass die Alphawurfaktion nicht nur falsch sondern sogar echt schlecht war für Yuri und natürlich auch für unsere Bindung. Bisher wurde mir immer vermittelt, dass Yuri einfach ein Hund sei der nicht richtig „funktioniert“ und den man mal „umpolen“ müsste. Catrin zeigte mir eine völlig neue Sichtweise und Herangehensweise auf:
Da Yuri schon so oft gebissen wurde ist es nicht verwunderlich, dass er sich „Fight“ – also Angriff als Strategie zurechtgelegt hat. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass er aggressiv ist. Das heißt nur, dass er so möglichen Problemen aus dem Weg gehen möchte. Das heißt im Umkehrschluss, dass die dominante Herangehensweise falsch war. Plötzlich sah ich Yuri nicht mehr als „durchgeknallten Hund“ sondern als Hund der nicht weiß, wie er sich aus der Situation befreien soll und von niemanden, auch nicht von mir, Unterstützung erhält. 
Negativer Stress kann chronisch krank machen und Cortisol, das Stresshormon, wird innerhalb von 6 Tagen abgebaut. Bringe ich Yuri täglich in eine stressige Situation kann das Cortisol nicht mehr abgebaut werden und das „Fass läuft quasi über“… Ein Hund der chronisch gestresst ist kann nicht mehr neutral reagieren (ähnlich wie wenn ich seit Wochen schlecht schlafe – dann bin ich auch gereizter als normalerweise). Das leuchtete mir total ein und da kam auch schon das Schlafbedürfnis eines Hundes um die Ecke. Wusste ich auch nicht, dass Hunde zwischen 16 und 20 h Schlaf benötigen. Da wurde mir klar, dass ich Yuri wahrscheinlich komplett über- anstatt 
unterfordert hatte mit meinem Programm. Bei einem ohnehin kranken Hund (Leishmaniose) natürlich eh kontraproduktiv. 
Es gab noch einige „Aha-Effekte“ die haben sich mir am schnellsten eingeprägt. Nach rund 60 Minuten auf der Wiese auf und abschlendern (kein Stechschritt sondern langsam und entspannt) war Yuri fix und alle. Was mir vorher auch nie aufgefallen war – wie anstrengend die Begegnungen mit Hunden (ohne direkten Kontakt) für ihn überhaupt sind.
Wir verabredeten uns für ein weiteres Treffen in Schnaittach mit Catrins Hunden, dann wieder mit Yuri an verschiedenen Orten. Zuerst wochenlang ohne Ablenkung (soweit möglich).
Wir trafen uns in den nächsten Monaten regelmäßig und bauten z.B. das Kommando „Schau mal“, „zu mir“ oder „Wait“ auf. Wir machten die Gassigänge so unspektakulär wie möglich und so positiv wie es nur ging. Ich selbst wurde entspannter (was sich natürlich auf Yuri übertrug) denn unsere Gassirunden wurden so gewählt, dass wir kaum jmd. begegneten und wenn doch, konnte man sich wunderbar aus dem Weg gehen. In unseren Spaziergängen beantwortete Catrin mir alle meine Fragen und es gab unzählige „ah, jetzt versteh ichs“ Momente. Auch wichtig für mich, immer alle Übungen positiv zu beenden. Hört man immer wieder wird aber in den Hundeschulen ja, wenn man ehrlich ist, kaum „gelebt“.
Man merkte relativ schnell Veränderungen an Yuri (und mir) sowohl beim Gassi als auch daheim im häuslichen Umfeld. Was mich besonders freute war, dass er immer öfter den Kontakt zu mir suchte (was er vorher nie tat, bzw. ich habe auch nicht darauf geachtet) und ich ihn nicht mehr wegschicken oder ignorieren musste sondern mich einfach drauf einlassen konnte. Immer öfter gab es z.B. Kontaktliegen oder er kam zu mir um mir sein Kuscheltier zu zeigen. Ein schönes Gefühl, dass sich soooo richtig anfühlt.
Langsam konnten wir eine Hündin mit zum Gassi dazu nehmen und seine anfänglichen Scheinattacken wurden zusehens weniger. Es kam sogar soweit, dass er sie jaulend begrüßte kaum, als er das Auto von Catrin anfahren sah. Schlussendlich konnte ich mit Yuri und 4 anderen Hunden (unterschiedlichen Alters, Geschlechts und sogar einem unkastrierten Rüden) spazieren gehen ohne, dass Yuri großartig Reaktionen zeigte. Er lief mit mir und bei mir und war trotz großer Ablenkung (andere Hunde die Übungen machten) bei mir und auf mich fixiert. Neben allen „Trainingserfolgen“ nahm Yuri auch 1 kg zu – was ich das Jahr vorher ums Verrecken nicht geschafft habe. Wir gehen davon aus, dass es dem entschleunigten Programm und dem „weniger Stressoren“ zuzuordnen ist. Seine Leishmaniosewerte sind auch wesentlich besser geworden sodass wir mit der Dosis Allopurinol runter gehen konnten.
Ich habe inzwischen ein Verständnis für meinen Hund und seine Reaktionen entwickelt, weiß damit umzugehen, kann ihn verstehen und gezielt einwirken. Ich bin sein bester Kumpel geworden und kann ihm helfen, stressige Situationen (die wird es immer geben und sind unvermeidlich) zu bewältigen und er nimmt dadurch meine Unterstützung an: Bei Sichtung anderer Hunde reagiert er nicht mehr kopflos sondern bleibt halbwegs entspannt und ich merke, dass er sich an mir orientiert und auf mich verlässt, die Situation zu klären. Vor ein paar Monaten war das noch undenkbar. Da hätte ich ab Sekunde Eins einen unansprechbaren, pöbelnden Hund an der Leine gehabt.
Wie habe ich das erlernte umgesetzt? 
Nun ja, wenn wir z.B. einen Tag mit sehr viel Eindrücken hatten und vielen Hundebegegnungen dann gibt es einen Kong (Kauen beruhigt), eine Runde „Zeitunglesen“ (also der Hund darf schnüffeln, buddeln, einfach Hund sein und muss keine Kommandos befolgen). Wenn er so „drüber“ ist gibt es die nächsten Tage entschleunigtes Programm, viel Schlaf, viel Ruhe und Management (damit ich z.B. keinen Hunden begegne die ihn wieder aus der Bahn werfen könnten)
Vor Kurzem sind wir umgezogen und ich hatte wirklich etwas Angst, dass Yuri sich in der neuen Umgebung nicht zurecht findet und in der Wohnung nicht abschalten kann. 
Doch was soll ich sagen – das Gegenteil ist der Fall. Er wirkt tiefenentspannt, schläft viel und auch tief, er befolgt brav die Regeln die ich neu aufgestellt habe (so muss er z.B. vor der Haustür warten (Wait) bis ich mir die Schuhe angezogen habe) und erst dann darf er die Treppen runtergehen usw. Beim Gassi habe ich immer öfter einen Hund an der Leine der nicht „auf Zug“ ist und seine Umwelt mehr wahrnehmen kann. Er ist lange nicht mehr so hirnlos sondern trifft Entscheidungen bewusst nachdem er überlegt hat (denn das können Hunde wenn sie nicht chronisch gestresst sind). Zudem hat Yuri an die Umgebung hier (und die damit verbundenen Hunde) keinerlei negative Emotionen. Im Grunde hatte Yuri, seit wir mit Catrin arbeiten, fast ausschließlich positive Erlebnisse und das spiegelt sich in meinem Hund und in unserem HundMensch Team wieder.
Ich könnte stundenlang weiterschreiben denn es hat sich so viel getan in so kurzer Zeit. Was mir aber noch wichtig ist, dass ich nun – auch ohne Catrins Hilfe (ich bin weiter weg gezogen und regelmäßige Treffen sind nicht mehr möglich) weiß, worauf ich achten muss und wie ich Anzeichen von Stress entgegenwirken kann. Das macht es uns natürlich leichter all die Aufgaben die jetzt noch auf uns zukommen, zu bewältigen. Ich habe endlich ein Vertrauen zu meinem Hund entwickelt und er ganz sicher auch zu mir. Denn er weiß, dass ich ihn mit seinen Emotionen nicht einfach allein lasse sondern versuche ihm eine Möglichkeit zu bieten, Situationen zu bewältigen.
Liebe Catrin, du hast mir mit deiner unendlicher Geduld und deinem Engagement das Wissen vermittelt, sodass ich jetzt in der Lage bin für Yuri und mich ein stressfreies und schönes Zusammenleben zu gestalten. Es macht so viel Spaß die Fortschritte zu sehen und ich weiß, wenn wir diesen Weg so weiter gehen, dass wir noch weitere tolle Erfolgserlebnisse haben werden. Ohne deine Unterstützung wäre er inzwischen wohl nicht mehr bei mir. Yuri und ich danken dir von Herzen, dass du uns geholfen hast ein super Hund-Mensch Team zu werden!