Warum ich lehre was ich lehre und bin wer ich bin:

 

Ich war früher selbst im Irrgarten des Trainingswahnsinns gefangen. Mit Sam und Liza kamen wir, über Empfehlung, zu einem Trainer,  der über Starkzwang, Angst, Einschüchterung und  Meideverhalten gearbeitet hat - das heißt konkret: Kettenwürger, Leinenruck, Schütteldose, Kettenwurf, Zischlaute usw.

 

Die Methoden waren hart und ruppig und man fühlte sich echt schlecht beim Anwenden und trotzdem macht man das, was einem gesagt wird. Weil man es so gelehrt bekommt. Wenn ein Trainer das sagt... dann wird das schon stimmen, oder?

 

Durch eine schlimme Sportverletzung unseres Rüden SAM und durch Zoe, die wir aus schwieriger Haltung übernommen hatten,  wurde all mein bisheriges "Wissen" komplett durcheinander gewürfelt.

 

Sam ist einer der richtig Bock auf die Arbeit mit seinen Menschen hat und das ist seine Motivation. Er hat einen wahnsinnigen Will to please und hört wirklich sehr! gut und trotzdem konnte er, als er seinen Fersenkappenabriss hatte, kein einziges Kommando mehr ausführen. Er hatte so Angst, dass seine Sehne wieder schnalzt und schmerzt, dass er alles andere nicht mehr abrufen konnte! Das war "Flee" (eines der 4 bzw. 5 F's) die ein Hund zeigen kann. Die Angst überschattete alles.... er konnte nicht einmal mehr allein bleiben wenn wir zur Arbeit gingen. Er war ein Häufchen Elend.

Zoe zeigte uns täglich mehrfach und ohne Blümchen die rote Karte und brachte uns oftmals an den Rand des Wahnsinns. Mit "so einem Hund" 24/7 zu sein ist etwas ganz anderes wie ihn für 45 Minuten im Training zu haben. Während Sam und Liza "gehorsam" waren konnte ich Zoe überhaupt nicht erreichen. 
Zoe ist aber eben kein Arschlochhund dem man mal den den berühmten Hammer zeigen muss, damit er weiß wer der Boss ist und wie der Hase läuft sondern ein Produkt ihrer Umwelt, Vergangenheit und ihrer Erfahrungen. Und daher muss ich verstehen warum sie so reagiert um ihr zu helfen das Verhalten ändern zu können.

 

[Mehr zu Zoe hier: Mischlingshündin Zoe].

 

Nicht mit Training sondern mit Erziehung, Geduld, Verständnis, Regeln, Strukturen aber natürlich auch einer gesunden Portion Selbstbewusstsein, Spaß, Freude am Miteinander und Optimismus.

 

Hunde sind, und das ist erwiesen, auf dem Stand eines Kleinkindes. Das heißt sie lernen wie Kleinkinder und haben weit mehr Fähigkeiten als ihnen in den letzten X Jahren zugesprochen wurden. Entsprechend ist ein UMDENKEN dringend nötig und jeder muss dazu beitragen die Welt unseres Partner Hundes wesentlich zu verbessern. Eine Aussage like "das machen wir schon seit 20 Jahren so" geht einfach nicht. Keiner von uns baut Häuser wie vor 20 Jahren, kaum jemand hat Vertrauen zu einem Arzt der arbeitet wie vor 20 Jahren, niemand erzieht sein Kind wie vor 20 Jahren, die Schulen lehren nicht wie vor 20 Jahren WARUM ... werden Hunde "trainiert und erzogen" wie vor 20 Jahren?!

Das Team

Catrin HEndl

Hundebesitzerin, Verhaltensberaterin, Hundefachkraft TRAUMA in Ausbildung und Hund-Mensch Coach aus Leidenschaft. Mein Wunsch ist die Hundewelt ein Stückchen besser zu machen. Das ist mein Ziel, das treibt mich an. Daher bin ich dankbar für jedes Tier und natürlich jeden Menschen der mich auf diesem Weg ein Stück begleitet, mich motiviert aber auch kritisiert und hinterfragt. Denn nur so kann man über sich hinauswachsen und das beste aus sich rausholen.

 

Mehr zu mir, meinem Werdegang und meinen Qualifikationen finden Sie hier:

Über mich

Martin Hendl

Mein Mann hält mir den Rücken frei und unterstützt mich wo immer er kann, so dass ich meinem Traumberuf nachgehen kann. Er hinterfragt aber auch brav meine Ansätze und hält mir gerne auch mal den Spiegel vor. Dafür bin ich dankbar (manchmal auch erst etwas später ;)) weil ich mich nur so für meine Kunden und natürlich für unsere Hunde verbessern kann. 

 

Zudem spielt er, bei Bedarf, ein Hund-Halter Team wenn es z.B. um's Thema Hundebegegnung geht

Liza (12), Sam (7) und Zoe (4) unterstützen mich beim Training z.B. beim Begegnungstraining. Jeder Hund hat seine Vorlieben, Abneigungen, Stärken und Schwächen und jeder hat einen eigenen Charakter, seine Stärken und Schwächen. Das können wir uns im Coaching zum Nutzen machen:

LIZA Alias "Elisabetha"

Ist der erste gemeinsame Hund meines Mannes und mir. Liza kommt aus Ungarn. Was sie dort erlebt hat wissen wir nicht... sie kam mit 6 Monaten zu uns und hatte diverse "psychische Baustellen". U.a. wachte Liza immer gegen 3 Uhr Nachts auf und kratze sich... 

 

Nun ist Lizl bereits seit knapp 12 Jahren bei uns. Seit sie von einer anderen Hündin fast totgebissen wurde hasste sie andere Hunde. Zudem war sie jagdlich sehr engagiert. Wir haben viel probiert... von Clickern, Gruppenkursen bis hin zu Kettenwürger und Leinenruck.

 

Nichts half - bis ich "meinen Weg" mit ihr gegangen bin. Seither hat sich alles verändert!

SAM ALias "LUMBERS"

Sam ist unser unkastrierter Mischlingsrüde aus Slovenien. Er kam mit 8 Wochen zu uns nachdem er mit 5 Wochen auf der Straße gefunden wurde.

 

Sam ist von Beruf "Streber". Er ist ein Schuh- und Sockenfetischist, er trägt gerne BHs umher und hat die Begleithundprüfung souverän gemeistert. Seine Motivation ist die Arbeit mit seinen Menschen. Er gibt immer 150 % und hat den berühmten "Will to please". Er ist immer gut drauf und ein richtiger Sonnenschein. 

 

Früher... war er ein stupider Befehlsausführer. Wir sagten ihm was er machen soll und er tat es. Seit wir "meinen Weg" eingeschlagen haben ist er so viel mehr als ein Hund der tut was man ihm sagt...

ZOE Alias ""Kackbratze"

ist eine Mischlingsdame die über ein negatives Rassegutachten verfügt und somit unser Team verstärken darf.

 

Zoe hatte diverse Baustellen... auf Grund von Unwissenheit der Vorbeistzer, falscher Trainingsmethoden, dominanter Erziehungsversuche usw..

 

Zoe erinnert mich täglich daran, was für ein steiniger Weg hinter uns liegt, welche Höhen aber vor allem Tiefen wir hatten und warum es sich lohnt, "meinen Weg" trotzdem oder grade deswegen zu gehen.

 

Ohne sie wäre ich definitiv nicht da wo ich jetzt bin. Und ohne sie hätte ich ganz sicher nicht das Verständnis das ich benötige, um das zu lehren was ich lehre.